Unser Briard „Fiete“ stellt sich vor

Sie nennen mich „Maxi-Baby“.

Hey, da heute mein Ehrentag ist, darf ich mich als nächstes vorstellen. Ich werde heute 10 Jahre alt und bis auf die ersten 8 Wochen bei Mama und meinen Geschwistern, lebe ich schon genauso lange mit meinen beiden Zweibeinern zusammen.

Geboren wurde ich in Lübeck und trage den tollen Namen „Fiete de la mer de l´est“.

Wasser ist mein Element

Meinem Namen alle Ehre machend bin ich bei unserem ersten Ausflug an den heimischen Waldsee gleich mal hinter einer Reiterin mit Pferd ins kühle Nass getotzelt. Frauchen hat nicht schlecht gestaunt, dass ich einfach so losgepaddelt bin. Mein
Vorgänger musste in endlosen Übungseinheiten erst mal ans Wasser gewöhnt werden… na ja, das war ja auch kein waschechter Briard.

Wasser ist mein Element und ich liebe es darin herum zu toben. Leider bekomme ich nur wenig Gelegenheit dazu, da ich mir angewöhnt habe, durch möglichst viel trinken, den Wasserstand zu senken. Bei Nord- und Ostsee klappt das leider überhaupt nicht und mir wird dann immer ganz übel. Auch mit meinem früher noch sehr langen Fell, fand Frauchen das Baden nicht so toll.

   

 

Die olle Kastration

Mit ca. neun Monaten hätte ich meinen beiden Chefs beinahe die Freundschaft gekündigt. Sie haben gesagt, es wäre gut für mich und ich solle ganz tapfer sein. Alles würde gut… Dann brachten Sie mich zu so einer Frau im weißen Kittel, die mir eine Spritze gab, so dass ich ganz müde wurde…aber Frauchen war ja da und ich schlief einfach ein.
Als ich wieder zu mir kam, war ich echt entsetzt… da fehlte mir doch etwas… und so einen komischen Kragen musste ich auch tragen. Das war ganz schön doof. Nach einiger Zeit musste ich dann noch mal zu der Frau im weißen Kittel zum Fäden ziehen… ich sage euch, das war das letzte Mal, dass die Dame mich zu sehen bekam. Bei einer späteren Routineuntersuchung habe ich mich erfolgreich geweigert noch mal in die Praxis zu gehen. Frauchen hat dann noch mit Futterdummy und viel Überredungskunst versucht mich da rein zu bekommen. Aber wenn ein Briard etwas nicht will, dann will er es eben nicht. …und was soll ich sagen… ich habe gewonnen.
Jetzt gehen wir, wenn es denn sein muss, zu einem ganz netten Onkel Doktor, der sich auch mit großen Tieren auskennt und da riecht es auch nicht so komisch.

Meine Ausbildung

Als kleiner Stepcke war ich ein richtiger Streber in der Welpengruppe. Es gab immer gute Leckerlies und so habe ich ganz artig alle Übungen mitgemacht. Mit zunehmenden Alter wurde ich dann aber immer wilder und unbändiger, so dass Frauchen dann die Gruppenstunden aufgab und ich eine eigene Trainerin bekam. Dort lernte ich das Dummy apportieren, was noch heute einer meiner Lieblingsbeschäftigungen ist.

Dummy apportieren

Aufgrund meiner ungestümen und tolpatschigen Art habe ich leider keine Hundekumpels. Allen war ich immer viel zu wild. Daher auch mein Spitzname „Maxi-Baby“. Vor vier Jahren haben André und Sonja sich dann entschieden, eine kleine Hündin mit ins Rudel aufzunehmen, so dass ich nicht so allein bin. Mit Maggie verstehe ich mich auch echt gut und wir spielen gerne zusammen im Garten.

zwei Hunde auf Entdeckungsreise

 

Habt ihr eigentlich auch alle so viele Namen?

Ein wichtiger Name ist offenbar „Fiete Nein“… den habe ich schon sooo oft gehört.
Aber es gibt auch andere Namen wie, Fietebär, Zottelbär, Plüschpopo und Strubbelbär.

Fellpflege geht gar nicht!

Plüschpopo sagt Frauchen erst seit kurzem zu mir. Jetzt wo mein langes Fell endlich ab ist und ich eine schicke Kurzhaarfrisur trage, ist mein Fell kuschelig weich und plüschig. Das lange Fell war richtig doof. Ich haßte es von Anfang an, dass ich gebürstet und gebadet werden musste. Der doofe Tisch mit dem Galgen und erst der Föhn… Irgendwann habe ich einfach beschlossen, dass ich das nicht mehr will und mich bei jedem Friseur-Besuch schlimmer aufgeführt. Als alles nur noch ein Filzteppich war, wurde ich kurz geschoren. Jetzt sehe ich gleich viel Jünger aus und fühle mich viel wohler.

Mittendrin statt nur dabei

Mit meinen 10 Jahren habe ich schon richtig viel erlebt. In jeden Urlaub durfte ich mit und immer wieder neue spannenden Dinge entdecken. Etliche Sportarten haben wir auch ausprobiert. Zum Beispiel Radfahren, Longieren oder auch Dog-Scooting.

     Urlaub auf Römö

 

Von klein auf war ich ein Bürohund und habe die Kunden meines Frauchens genau im Auge behalten. Auch heute gehe ich zusammen mit Maggie noch fast jeden Tag mit ins Büro und passe auf, dass alle schön fleißig sind. Am liebsten liege ich dabei natürlich mitten in der Tür oder schaue aus dem Fenster und beobachte das Leben im Dorf.

Mein 10. Geburtstag

Ja, inzwischen lässt es sich nicht mehr leugnen. Aus mir ist ein Senior geworden. Vieles regt mich nicht mehr so auf wie früher und ich genieße meine wohlverdienten Ruhepausen. Die Nickerchen werden länger und das Aufstehen geht langsamer. Frauchen war mit mir Anfang des Jahres wieder beim Doc und hat mein Blut untersuchen lassen. Diese Piekserei mit der Nadel tat ganz schön weh. Das habe ich auch laut grummelnd kund getan. Na ja, dieses mal hat der Doc gewonnen. Ich bekam einen Maulkorb auf und er seine Blutprobe.
Das Ergebnis war dann leider nicht so toll. Ich muss jetzt Schildrüsentabletten nehmen und meine Leber-Nieren und Bauchspeicheldrüsenwerte sind auch nicht pralle.
Viele Jahre habe ich einfaches Trockenfutter bekommen und später auch Rohfleisch. Meine beiden Zweibeiner haben dann schnell erkannt, dass sie da wohl einen Fehler gemacht haben. Sie sagten, wenn man barft, dann muss man das auch richtig tun und nicht nur so halb wie sie es getan hätten. Na ja, ich merke von meinen doofen Blutwerten nichts, aber das Gute ist,
jetzt bekomme ich richtig tolles Naßfutter. Und das ist echt lecker.

Heute zu meinem runden Geburtstag hat Frauchen eine fette Geburtstagstorte für mich gebacken… mit echten Kerzen drauf und eine schicke Fliege durfte ich auch tragen. Dann haben wir noch Erinnerungsfotos im Studio gemacht und schließlich durfte ich den Kuchen auffuttern. Maggie wollte auch etwas abhaben, aber da bin ich eigen. So weit geht die Liebe dann doch nicht, dass ich meine leckere Leberwurst-Quark-Torte mit ihr teile.

Jetzt freue ich mich auf unseren Urlaub am Strand und werde die freie Zeit genießen. Was wir im Urlaub alles erlebt haben schreibe ich Euch dann, wenn wir wieder zurück sind.

Bis dahin, ein liebes Wuff-Wuff,

Euer Maxi-Baby Fiete.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.